Warum singen?

Gesangverein Alphabet

Aller Anfang ist das Anstimmen. Die Arbeit beginnt. Wenn Alt und Bass den Boden legen, zeigt sich, ob da Belcanto daraus wird. Ob aus Tönen Chorgesang wird, entscheidet sich jetzt. Ob in Dur oder Moll, der Dirigent wittert jede Dissonanz, mahnt zur Disziplin. Einstimmig wärs einfacher! Vierzig Frauen und Männer widmen sich mit Freude der fantastastischen Welt des Gesangs. Ein Genuss! Gesund sei es darüberhinaus auch noch. Markus, unser Dirigent, sorgt für Harmonie, indem er unser Interesse auf die Intonation lenkt. Wir jodeln selten und jung sind die wenigsten von uns, leider. Aber sonst sind Kreti und Pleti mit Konzentration bei der Sache und den Klängen. Klang für Klang entsteht so ein Konzert. Laute und leise, lustige und besinnliche Lieder lassen uns frohlocken. Melodien, die auch trutzigen Männern eine Träne in den Augenwinkel zaubern. Notenlesen erleichtert es Neumitgliedern, aber nötig ist es nicht. Dem Ohrenschmaus aus Oper, Jazz und anderen Stilen und Zeiten widmen wir uns mit Hingabe. Zum Tanze da geht ein Mädel heisst unser nächstes Projekt. Probe für Probe tanzen wir von der Quelle bis zur Mündung: Alles fliesst. Querbeet lassen wir uns treiben im Fluss der Lieder. Das Repertoire ist beachtlich, die Rhythmen manchmal feurig, manchmal sanft. Stars? Gibt es nicht bei uns. Aber hoch über uns schweben die Soprane und sorgen für Stimmung. Takte, Tremolos und Töne, meistens wunderschöne, umgeben uns. So unterhalten wir uns bestens indem wir üben. U-Musik, E-Musik? Egal! So arbeiten wir mit Vergnügen an der Vielfalt und unserem Verein. Singen ist die reinste Wonne. Das erlebt, wer es auch tut. Das Xylophon begleitet uns selten und der Flügel im Proberaum ist kein Yamaha. Und ganz zuletzt, nach dem letzten Ton, feiern wir  das Zusammensein in der Linde.